Die letzten Ereignisse im Seligsprechungsverfahren

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AbteiLange war es still um das Seligsprechungsverfahren, dennoch hat sich einiges getan. Hier eine Zusammenfassung der Ereignisse der letzten Jahre:

7. Oktober 2017: Der Aktor der Causa, Abt Blasio Park Hyun-dong OSB, Waegwan, ernennt mich zum Postulator der so genannten „Römischen Phase“ des Prozesses.

18. Oktober 2017: Abtpräses Jeremias Schröder OSB als „Höherer Oberer“ übermittelt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung das Nulla Osta für meine Nominierung als Postulator.

18. Oktober 2017: Ich erbitte vom Kardinalpräfekten die Approbation meiner Ernennung.

Am 19. Oktober 2017 fand in den Räumen Koreanischen Bischofskonferenz in Soul die Schluss-Sitzung des Informativprozesses statt. Die Akten wurden versiegelt und an die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung nach Rom gesandt.

Am 31. Oktober 2017: Der Kardinalpräfekt approbiert meine Ernennung zum Postulator.Seligsprechung

8. November 2017: Ich beantrage beim Kardinalpräfekten die Öffnung der Akten des diözesanen Informativ-Prozesses.

11. November 2017: Der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung, Kardinal Angelo Amato, erlaubt die Öffnung der Akten.

Am 6. Dezember 2017 wurden die versiegelten Akten des Informativprozesses  in den Räumen der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung in Rom geöffnet.

2. Januar 2018: Ich beantrage die Überprüfung der Akten auf juristische Gültigkeit. Damit hatte die sog. Römische Phase des Prozesses der Selig- und Heiligsprechung begonnen. Die Fachleute der Kongregation studierten die Akten auf juristische Gültigkeit und entdeckten einige Fehler.

Mit Schreiben vom 9. Mai 2018 teilte mir die Kongregation mit, dass die Akten einige Defekte aufweisen. Daraufhin wende ich mich an den Aktor (die Abtei Waegwan) und bitte um Nachbesserung, jedoch ohne den gewünschten Erfolg.

19. Dezember 2019: Ich fliege nach Korea und konnte nachbessern. Am 23. Januar 2020: Rückflug nach Deutschland.

Am 21. Februar 2020 wurden die Dokumente von der Apostolischen Nuntiatur Seoul über den diplomatischen Postweg an die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung nach Rom gesandt.

28. Februar 2020, 12 Uhr: Termin bei der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung. Treffen mit Untersekretär Pater Turek. Er begleitete mich in die Cancelleria, wo zwei versiegelte Schachteln mit den Dokumenten standen, die von der Apostolischen Nuntiatur in Seoul an die Kongregation geschickt worden waren. Bei den Dokumenten handelte es sich um jene Dokumente aus dem diözesanen Erhebungsverfahren, die entweder falsch waren oder einfach fehlten: die Relatio storica, sowie verschiedene Bitten um Sanatio. Diese Dokumente wurden seitens der Kongregation auf Gültigkeit überprüft.

testAm 16. Oktober 2020 erhielt ich das Dekret über die Gültigkeit der nachgereichten Prozess-Akten mit Datum vom 22. Juni 2020.

Am 27. Oktober 2020 beantragte ich die Ernennung eines Relators für die Causa. (Der Relator ist ein Mitarbeiter der Kongregation und begleitet den Postulator bei der Erstellung der Positio, dazu später mehr.)

Mit Schreiben vom 18. Dezember 2020 erhielt ich die Nachricht, dass die Causa Monsignore Paul Pallath übergeben worden ist. Das bedeutet: Monsignore Pallath ist der Relator, der mich bei der Erstellung der Positio begleitet.