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Geschichte

HISTORISCHE LANDKARTEN

 

 

  • Karte der südlichen Mandschurei und Nord-Korea im Masse 1:1.5000.000. Auf Grundlage des offiziellen russischen Kartenmaterials ausgeführt im K. u. K. Militär-Geogr. Institute zu Wien, 1904. R. Lechner (Wilh. Müller) K. U. K. Hof- und Univ. Buchhandlung: hier:

 

  • Latest Map Of Manchuria, Korea, Formosa, And Saghalien. By The Welcome Society of Japan, 1:5.6000.000, Anfang 1900: hier:

 

  • Korea, Norost-China und Süd-Japan. Massstab 1:4.5000.000: hier:

 

 

HISTORISCHE FOTOS

 

  • historische Fotos von Korea um die Jahrhundertwende: hier:

 

  • historische Fotos von Korea (Land- und Stadtleben) aus der Zeit vor und nach der Japanischen Besatzung (mit Kommentaren aus japanischer Sicht): hier:

 

  • Fotostream von i-story/Tags/Korea: hier:

 

 

ZEITTAFEL 1

 

Ende 1948 Sowjetischer und amerikanischer Truppenabzug (sowjetische Truppen übergeben ihre gesamten schweren Waffen und Panzer den Nordkoreanern)


25.06.1950 Kriegsbeginn mit Angriff auf Südkorea


27.06.1950 VN-Sicherheitsrat erlässt Resolution zur Unterstützung Südkoreas, Einsatz von VN-Streitkräften (USA stellen das größte Kontingent)


07.10.1950
VN-Generalversammlung erlässt Resolution, dass VN-Truppen den 38. Breitengrad überschreiten sollen Besetzung ganz Nordkoreas bis 26.10.1950


08.10.1950
Mao erteilt geheimen Befehl, mit chinesischen "Freiwilligenverbänden" in den Krieg einzugreifen.


26.11.1950
Chinesischer Großangriff mit 300.000 Soldaten: Innerhalb von drei Wochen werden die VN-Streitkräfte überrollt.


Juli 1951
Angriff kann 60 km südlich von Seoul gestoppt werden, eine feste Frontlinie wird nördlich des 38. Breitengrads stabilisiert.

 

Bericht (Auszug) der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:

Am 25. Juni 1950 fand der geplante Einmarsch statt: Nordkoreanische Truppen drangen in einem Überraschungsangriff nach Süden vor. Dies war der Beginn eines schrecklichen Krieges, dem mehr als eine halbe Million Menschen beider Landesteile zum Opfer fielen; die Chinesen, die den Nordkoreanern zu Hilfe gekommen waren, als deren totale Vernichtung durch die UNO- Truppen unter General MacArthur drohte, verzeichneten 400.000 Tote und eine etwas höhere Zahl von Verletzten. Mindestens 200.000 nordkoreanische und 50.000 südkoreanische Soldaten starben, außerdem mehr als 50.000 Amerikaner, Millionen heimatloser Flüchtlinge irrten umher. Das französische UNO-Kontingent hatte etwa 300 Tote und 800 Verwundete zu beklagen.

 

 Bilder aus Korea

 

ZEITTAFEL 2

 

1908 Bischof Mutel erscheint in St Ottilien

 

1909 Bonfaz Sauer und P. Dominikus Enshoff reisen nach Ostasien

 

1909 P. Cassian Niebauer, P. Andreas Eckhardt Br Paschal Fangauer, Br Ildefons Flötzinger, Br Martin Huber, Br Columban Bauer reisen nach Seoul

 

1909 Bonifaz Sauer wird Konventualprior von St. Benedikt in Seoul. Br Ildefons Flötzinger arbeitet an der Inneneinrichtung, Br. Paschal Fangauer als Gärtner

 

1910 Schreinerei, Heim für Handwerksschüler, Schlosserei werden erbaut

 

1911 Aussendung in die Koreamission: die Patres CANISIUS KÜGELGEN aus der Abtei Schweiklberg, CALLISTUS HIEMER und ANSELM ROMER aus St. Ottilien, sowie die Brüder MARKUS METZGER, HILARIUS Hoiss, JOSEF GRAHAMER, GOTTLIEB AUER von St. Ottilien und PETRUS GERNERT von St. Ludwig. Zusammen mit Vater Abt NORBERT WEBER und P. Prior PLAZIDUS VOGEL von St. Ludwig verließen sie am 7. Januar St. Ottilien, um in Genua das Schiff nach Ostasien zu besteigen. Durch die Ankunft der neuen Patres und Brüder erhielt die klösterliche Gemeinschaft von St. Benedikt in der koreanischen Hauptstadt ihre erste große Hilfe und Verstärkung. BR. MARKUS war bis zur Gefangennahme 1949 unermüdlich als Hausmeister tätig; BR. HILARIUS, als Krankenwärter ausgebildet, verstand sich auch auf das Schlosserhandwerk; BR. GOTTLIEB war Zimmermann, BR. JOSEF hatte das Schneiderhandwerk erlernt und versah daneben die Pforte; BR. PETRUS betätigte sich als Ökonom; sein Viehbestand zählte damals fünf Kühe einen Ochsen und gegen zehn Schweine. Vater Abt NORBERT und P. Prior PLAZIDUS verließen nach mehreren Monaten, die sie fleißig benutzt hatten, um Land und Volk von Korea kennen zu lernen, das Land wieder und reisten von Japan aus nach Dar‐es‐salam. Abt NORBERT hat die Eindrücke, die er gewonnen hatte, und die gesammelten Erfahrungen niedergelegt in dem noch heute lesenswerten stattlichen Buche „Im Lande der Morgenstille".

 

1911 Klosterneubau mit Kapelle, Werkstätten, Internat, Ökonomie, Handwerkerschule Lehrerbildungsanstalt. Als Präfekten der Handwerkerschule walteten im Lehrlingsheim P. CALLISTUS und P. ANSELM ihres Amtes; der Schreinerei stand als Meister BR. ILDEFONS vor.

 

1913 15. Mai: Erhebung Priorat St Bonifaz zur Abtei. Br Baslius Hauser arbeitet als Koch und Bäcker. im Herbst desselben Jahres folgten Vater Abt nach Korea P. CAJETAN VIERHAUS und die Brüder GERMANUS HARTMANN, EUGEN OSTERMEIER und BASILIUS HAUSER. Als letzter reiste kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges allein über Rußland und Sibirien der Schreinermeister JANUARIUS SCHRÖTTER, der ohne jede Sprachkenntnisse in Berlin in die Bahn gesteckt wurde; in Warschau und Moskau halfen ihm deutschsprechende katholische Laien weiter, die von P. DOMINIKUS verständigt und um Hilfe angegangen worden waren; so landete der Bruder (der erst im Jahre 1969 das Zeitliche segnete) glücklich in Seoul.

 

1914 Einberufung 1914 zum Militär nach Tsingtau: Die vier Brüder Paschal, Eugen, Gottlieb und der eben erst angekommene Januarius wurden von der deutschen Militärbehörde nach Tsingtau einberufen... Dort angekommen, wurden sie sofort in die Truppe eingereiht: Br. Paschal und Br. Gottlieb kamen zur Infanterie, Br. Januarius landete als gedienter Reiter bei der Feldartillerie als Fahrer, Br. Eugen betätigte sich bis zur Übergabe der Festung als Sanitäter. Als solcher entging er der Gefangenschaft bei der Einnahme der Stadt durch die Japaner, konnte seine Sanitätsuniform wieder ablegen und im Ordenskleid ungehindert über Tientsin und Mukden nach Seoul zurückkehren, wo er eines Tages zur großen Überraschung des Konventes heil und gesund eintraf. Die anderen drei teilten mit den übrigen deutschen Soldaten das Los der Gefangenschaft; sie wurden nach Japan gebracht und lebten dort bis zum Jahre 1919 in verschiedenen Lagern. Br. Ildefons durfte in Seoul verbleiben, wo er während des ganzen Krieges der Schreinerei als Meister vorstand und tüchtige Schreiner heranbildete, die unter seiner Leitung manch gutes Meisterstück anfertigten

 

1914 Br.Eugen konnte alsbald wieder seiner Arbeit als Gärtner nachgehen und legte noch während der Kriegsjahre rings an den Hängen um das Kloster Weinberge an, die bald reichen Ertrag brachten. Er begann auch mit der Herstellung von Meßwein, was ihm auch nach anfänglichen Schwierigkeiten gut gelang.

 

1914 Die ersten koreanischen Brüderbewerber, Br Bonifatius Hoang und Br. Plazidus Kim, werden aufgenommen

 

1921 1.Mai Bischofsweihe Abt Sauer und Koadjutorbischof Devred


1921 P. ANDREAS ECKARDT zusammen mit BR. PASCHAL FANGAUER übernehmen im Sommer 1921 die Station Wonsan


1922
P.Theodor Breher und Canut d´Avernas werden in Sam‐won‐pong (Nordkorea) stationiert


1922
Meersternschule in Wonsan wird erbaut


1923/1924
P.CHRYSOSTOMUS SCHMID , P ), P. MEINRAD SCHWEINBERGER, PHILIPP LENZ, Pius EMMERLING, VIKTORIN ZEILEIS (Münsterschwarzach), Luzius ROTH, BONIFAZIUS KÖSTLER, den Schreiber des Berichts WILLIBALD KUGELMANN, P. PLAZIDUS NEUGIRG (Schweiklberg) werden zur Verstärkung noch Korea entsandt


1924/1925
Neubau eines kleineres Schwesternhauses


1925 21. November Die vier ersten Tutzinger Missionsbenediktinerinnen kommen in Wonsan an


1926
BR. PASCHAL beginnt in der der Nähe von Tokwon mit der Planierung des Geländes für das neue Kloster. In Wonsan wird das neue zweistöckige geräumige Pfarrhaus fertiggestellt. Baubeginn des
Schwesternklosters im April. 6. Juni Das Priorat Wonsan wird errichtet


1927
Ein chinesischer Bauunternehmer (derselbe, der schon den Aufbau von St. Benedikt in Seoul unternommen hatte) rückt mit 18 Maurern und einer Anzahl Steinmetzen an, die Fundamente für beide Bauten zu legen. Die Fensterstöcke und Türrahmen waren schon den Winter über in der Klosterschreinerei zu Seoul hergestellt worden, so daß BR. JANUARIUS SCHRÖTTER nach Eounli übersiedeln konnte, dieselben in den ziemlich rasch zu ansehnlicher Höhe steigenden Bau einzusetzen und die Zimmerfußböden zu legen. Man mußte sich auch mit der Arbeit beeilen, sollten die beiden Bauten bis Mitte November 1927 soweit fertig werden, daß die Klosterfamilie und die Seminaristen aus Seoul nach Eounli‐Tokwon übersiedeln konnten. Bauleiter war der tüchtige BR. PETRUS GERNERT; BR. EUSEBIUS LOHMAIER zimmerte mit seinen Gesellen die zwei Dachstühle und hielt noch Ende des Sommers Richtfest.

 

1927 Ein weiteres und größeres Schwesternhaus wird in Wonsan erstellt


1928
Zwei weitere Stockwerke werden auf das Erdgeschoß des Nordflügels aufgesetzt.


1929 Am 1. Juli begann man mit dem Ausheben der Fundamente, es dauerte aber noch 30 Monate, bis die Kirche soweit vollendet war, daß an Weihnachten 1931 zum ersten Male Gottesdienst gehalten werden konnte.


1929 P. THEODOR BREHER wir erster Abt in Yenki


1930 P. EFHRÄM DURACH der bis dahin Kaplan in Wonsan gewesen war wird Lektor der Philosophie am Priesterseminar Tokwon. Mit ihm kam auch der damalige Pfarrer in Wonsan, P. Luzius ROTH, in die Abtei zurück, um das Amt des Priors und Brüderinstruktors zu übernehmen. Am 24. Mai 1930 wurden die ersten 6 Novizinnen eingekleidet


1931 25. Mai Die ersten 6 korean. Schwestern machen Profeß. 5. November: Drei Stahlglocken, die kurz zuvor von der Prokura St. Ottilien gekommen waren, werden in den Turm hinaufgezogen. Etwa 30 Koreaner zogen an den Seilen und unter melodischen Taktgesängen schwebten die Glocken langsam aufwärts; sie fanden ihren Platz in dem neuen Glockenstuhl, entworfen und ausgeführt von unserm BR. EUSEBIUS.


1931 P. RUPERT KLINGSEIS wird Philosophiedozent


1931 Vorzügliche Arbeit leistete auch das kleine Krankenhaus in Tokwon. Dessen Vorstand war BR. JOSEF GRAHAMER, der 1928 in Seoul das Diplom als Arzt erhalten hatte, so daß er Kranke aufnehmen und behandeln durfte. Besonders oft zieht BR. PLAZIDUS KIM in die umliegenden Ortschaften, vor allem um solche Kranke, denen hier im Krankenhaus nicht mehr geholfen werden kann, allmählich auf die Taufe vorzubereiten, oder solchen, die bereits in Todesgefahr die Taufe erhalten haben, zu einem guten Hinscheiden zu verhelfen


1933 Dogmatik und Exegese dozierte P. ARNULF SCHLEICHER, Moral P. Prior Luzius, Kirchenrecht und Pastoral P. ALEXIUS BRANDL.


1936 Die beiden ersten Priester, die aus dem Tokwoner Seminar hervorgegangen waren, empfingen in der Abteikirche die Priesterweihe


1937/1938
Die neue Kirche in Wonsan wird erbaut und am 26. September bezogen.

In Tokwon: 1938 In der Nacht auf den 18 September brach auf unerklärliche Weise über dem Zimmer des P. Präfekten ein Brand aus, der schnell um sich griff. Speicher und erstes Stockwerk brannten völlig aus; das Erdgeschoß war durch Betondecken gesichert und blieb dadurch erhalten, aber bewohnbar war es auch nicht mehr. Daß das Feuer im I. Stock eingedämmt werden konnte, war dem raschen Eingreifen der Wonsaner Feuerwehr zu danken; unsere eigene Feuerwehrspritze hatte nicht die Kraft, das Wasser in genügenden Mengen in den Brandherd zu spritzen. Der Schaden war groß. Der energische P. Prior begann sofort mit dem Wiederaufbau des Seminars. So ließ P. Prior den Mittelbau des Seminars um einen Stock aufhöhen, während die beiden Seitenflügel so wieder hergestellt wurden, wie sie früher gewesen. Bauleiter war der Zimmermeister BR. EUSEBIUS, die Maurerarbeiten hatte man dem Chinesen FRANZISKUS übergeben; dieser hatte schon beim Bau des Klosters und der Kirche in Tokwon mitgearbeitet und im Sommer 1938 zusammen mit BR. EUSEBIUS die große Kirche in Wonsan gebaut. Am Vorabend vor Weihnachten war das Dach bereits eingedeckt, die Schlafsäle mit Fenstern, Türen und Betten versehen, so daß die Seminaristen in das neue Haus einziehen konnten, wenn es auch in den Räumen empfindlich kalt war.


1940 Im Priester-Seminar Tokwon: Englisch wird als Wahlfach wird eingeführt: ein Unterricht, den P. GREGOR SORGER (Beuron) mit großem Eifer erteilte. Pater Wolfram Fischer erteilt Musikunterricht am Seminar Tokwon, dazu kommt er von seinen Stationen Wonsan und später von Kowon nach Tokwon. Nach seinem Tod (1.8.1938) ruhte der Musikunterricht "für einige Zeit, bis er dann von P. Gregor Sorger (Beuron) mit großem Eifer wieder aufgenommen wurde" (Hwan Gab, Seite 106).

Wer war Pater Gregor Sorger?

Pater Gregor Sorger war Mönch der Erzabtei Beuron und wurde 1937 von dort in deren Neugründung Tonogaoka in Japan ausgesandt; 1940 wurde diese Gründung aufgelöst, P. Gregor übersiedelte  in die Abtei Tokwon, allerdings ohne seine Stabilität (Mönchs-Profess) von Beuron auf Tokwon zu übertragen, d.h.: er blieb immer Mönch von Beuron. Insofern dürfen die Mönche der Erzabtei Beuron und die Mönche der Kongregation von Beuron einen Märtyrer als ihren Fürsprecher im Himmel anrufen.

Was erhellt aus den Informationen von Hwan Gab?

1. Die recht unbestimmte Zeitangabe "für einige Zeit" bedeutet genau genommen den Zeitraum vom Tod von Pater Wolfram Fischer und damit auch Ende seines Musikunterrichtes (1.8.1938) bis zum Beginn des Unterrichts von Pater Gregor Steger 1940, und dürfte bedeuten: Ende Sommersemester 1938 und Beginn Wintersemester 1940. Das entspricht einem Zeitraum von ca. 1 1/2 Jahren.

2. Da wir wissen, daß im Jahre 1940 "dann auch noch Englisch als Wahlfach" hinzukam, "ein Unterricht, den P. Gregor Sorger mit großem Eifer erteilte", können wir annehmen, daß Pater Gregor zeitgleich auch den Musikunterricht des verstorbenen P. Wolfram Fischer übernommen hat, also 1940; denn vorher ist seine Anwesenheit in Tokwon nicht bezeugt.

3. Pater Gregor unterrichtete ab 1940, dem Jahr, in dem er von Japan nach Korea kam, am Regionalen Priesterseminar von Tokwon Englisch und Musik.


1943 Da die Seminare von Taegu und Seoul geschlossen wurden,kamen Taeguer wie die Seouler Majoristen nach Tokwon, dessen Seminar von den Japanern nicht geschlossen wurde.


1945 Im Mai oder Juni 1945 beschlagnahmte das japanische Militär das Seminar, und wo bis dahin die Wissenschaften gepflegt worden waren, hausten nunmehr Soldaten; aber zur Ehre der japanischen Armee darf gesagt werden, daß sie strenge Disziplin übten bis zum Schlusse, als der Zusammenbruch erfolgte. Am 22. August wird der erste Märtyrer P.Wittmar Farrenkopf ermordet.


1946 Als Folge der Bodenreform Ende März verliert das Kloster den größten Teil des Grundbesitzes in Feld und Wald. Übrig bleiben 5 ha einschließlich bebauter Fläche.


1948 28. Oktober, legten unsere letzten 4 Novizinnen ihre Profeß ab. Am 1. Dezember wird P. DAGOBERT ENCK, der damals die wirtschaftliche Verantwortung trug, unter dem ganz aus der Luft gegriffenen Vorwand unerlaubter Weinherstellung verhaftet und ins Gefängnis nach Wonsan gebracht.


1949 29. Februar wird die Armenapotheke geschlossen. Das Haus wurde in ein Internat für Soldatinnen umgewandelt.

Am 8. Mai überfielen die Kommunisten die Abtei Tokwon, führten Excellenz Bischof SAUER und einige Patres nach Wonsan ins Gefängnis

10./11. Mai Die Geheimpolizei nahm sämtliche Mönche: 8 deutsche Patres, 22 deutsche Brüder und 4 koreanische Patres, im ganzen also 34 Personen gefangen mit. Die Kommunisten verhafteten auch alle Schwestern und brachten die Deutschen nach Pyöngyang und zu einem fast 5jährigen Aufenthalt in einem Straflager. 

17. Mai kamen die Mitbrüder der Nordstationen dazu

Am 11. Juni wurde plötzlich auch der Generalvikar der Diözese von Pyöngyang H. H. LUDWIG KIM eingeliefert.

Am 13. Juni nachts 23 Uhr beginnen die ersten Verhöre. Geholt werden nur der Bischof, P. Prior‐Generalvikar, P. RUPERT, der am Priesterseminar Philosophie doziert hatte, P. GREGOR STEGER, und die beiden Brüder JOSEPH und GREGOR, die ebenfalls den Kommunisten unangenehm aufgefallen waren

Eine Woche später wurden für die anderen Brüder Erleichterungen gewährt. Sie durften sich auf dem Gange aufhalten und miteinander reden, und bekamen, soweit erinnerlich, auch Zukost. Vier Tage später verließen sie uns. Es war der Johannestag und zugleich "Herz‐Jesu‐fest (24. Juni).

 

Wieder eine Woche später werden in Kang‐ge, einer Missionsstation im Norden der Diözese Pyöngyang, der dortige Pfarrer und sein Katechist verhaftet und zu uns gebracht. Erst am 3. Juli kommt Schwester Doktorin DIOMEDES und H. H. PAEK DAMASUS, ein Pfarrer aus der Erzdiözese Seoul, von dem Gebiet nördlich des 38. Breitengrades ins Gefängnis. Letzterer zu uns, die Schwester in die Frauenabteilung zu den anderen Schwestern. BR. PETRUS GERNERT geht in die Ewigkeit. Am 8. Juli dürfen die Patres auch auf den Gang und Gymnastik machen.


Am Mittwoch, den 27. Juli abends 18 Uhr begannen die zweiten Verhöre und dauerten die ganze Nacht hindurch. BR. MARKUS METZGER stirbt im Lager Oksadok am 3. August

 

Freitag, 5. August, Maria Schnee. Die nichtangeklagten deutschen Priester machten sich reisefertig. Die Angeklagten und alle koreanischen Mitbrüder blieben in ihren Zellen. Im Nachtzug nach Norden ebenfalls in einem verhängten Wagen trafen wir die Schwestern.

6. August: Verklärung Christi auf dem Berge Tabor. Der Marsch in unser Lager, das uns für über vier Jahre beherbergen sollte.

1. September: Todestag für BR: EUSEBIUS LOHMEIER

14. September: Todestag von BR. EUGEN OSTERMEIER


1950 Amerikanische Flugzeuge fliegen immer häufiger über uns weg. Von weiten hören wir Kanonendonner. Wir werden evakuiert. Die ganze Ernte mußten wir liegen und stehen lassen. Im Lager Oksadok sterben am 14. Februar BR BASILIUS HAUSER. Es stirbt am am Weißen Sonntag, den 16. April PASCHALIS FANGAUER, am 10. August SR. EVA SCHÜTZ am 5. Oktober P. BENEDIKT KIM.

Im Gefängnis Pyöngjang erliegt Abt‐Bischof SAUER am 7. Februar, am 6. April P. RUPERT KLINGSEIS, seinen Leiden. Am 3. Oktober DAGOBERT ENK und PRIOR LUCIUS ROTH, am 4. Oktober BR. GREGOR GIEGERICH und JOSEF GRAHAMMER.

Ankunft in der Grenzstadt Mam‐po. Dort war das Hotel der Eisenbahn in ein Gefängnis umgewandelt, in das wir gebracht wurden. Vierzehn Tage, vom 25. Oktober bis 12. November waren wir dort.

Als schließlich unser Gefängnishotel bombardiert wurde, brachte man uns ein paar Km weiter in ein Lager, das eigentlich für die geflohene Polizei hergerichtet worden war. Dort verbrachten wir zwei Monate, bis wir endlich Mitte Januar wieder in unser altes Lager zurückgebracht werden. Am 11.Oktober stirbt im Gefängnis Pyöngjang BR LUDWIG FISCHER. Am 6. November im Gefängnis Manpo CANUT D ÁVERNAS, Am 15. November stirbt BR. GREGOR SORGER, am 12. Dezember BR HILARIUS HOISS am 13.Dezember BR. SOLANUS HERMANN.


1951 Ein schreckliches Jahr. Unsere Erntevorräte waren zum Teil weggenommen oder verdorben. Die Evakuierung hatte uns noch mehr geschwächt.


1952 Am 20. März stirbt im Lager Oksadok BR ILDEFONS FLÖTZINGER, am 6. April GOTTLIEB AUER, am 14 Juni P KUNIBERT OTT, am 28. Juni P. DR ARNULF SCHLEICHER, am 15. September SR FRUCTUOSA GERSTMAYR am 9 November P. ANSELM ROMER. Im September zeigen sich die ersten Lichtschimmer. Eines Tages ist ein anderer Kommandant da. Ein neuer Beauftragter der Regierung mit einer neuen Aufgabe: uns in die Freiheit zu führen. Aber es dauerte noch ein Jahr bis zur Freiheit


1953 Im Frühjahre gibt es Erleichterungen. Man ist nicht interessiert, daß wir zu geschwächt werden. In der Karwoche wird ein Ochse geschlachtet, und dann von Zeit zu Zeit ein Schaf aus unserer Herde. Im Frühjahr werden wir auch wieder sauber eingekleidet.
16. November. Als wir uns heute morgen zum Arbeitsappell versammelten, werden wir in einen großen Raum gebeten, wo uns verkündigt wird, daß wir von nun an Gäste des Staates seien, der beabsichtige, uns in die ersehnte Heimat zurückzusenden. Am 19. verlassen wir unser Lager. Im gut geheizten und diesmal nicht verhängten Zuge rollen wir südwärts in das inzwischen durch den Krieg verwüstete Pyöngyang


1954 Am 8. Januar Aufbruch in Su‐nam. Von dort mit dem Zug nach Sinui‐tju. Am 10. Januar abends besteigen wir den Transsibirienzug und kommen am 18. in Moskau an. Von dort geht es weiter nach Brest, der heutigen Grenzstadt zwischen Rußland und Polen. Hier erwartet uns schon der Schnellzug aus Berlin. Am 22. Januar gegen Mittag rollen wir in Frankfurt‐Oder ein. Umsteigen in die Busse nach Eisenach, wo wir am 23. morgens zwei Uhr ankommen.


Auf nach Herleshausen! Und von da nach Friedland, wo wir am Nachmittag ankommen. Anderntags werden wir untersucht und registriert als alte neue Bundesbürger. Wir dürfen wieder in Freiheit leben. Wir dürfen wieder Menschen sein.

 

 

 

DER WELTKRIEG 1914 IN CHINA

 

Vorgeschichte

 

Den vorgeschobenen Anlass zur Ergreifung Kiautschou lieferte am 1. November 1897 die Ermordung der beiden deutschen Missionare Nies und Henle. Admiral Diedrichs ließ ohne großen Widerstand die Bucht besetzen als "Bürgschaft für zu erfüllende Sühneforderungen". Am 6. März 1898 konnte das Deutsche Reich dann schließlich im Kiautschouvertrag die Gegend um Tsingtau für 99 Jahre pachten und hatte damit ihren angestrebten Stützpunkt in Ostasien.

 

Die Lage bei Kriegsausbruch

 

Die Wehrfähigkeit der Kolonie bei Kriegsausbruch war eher bescheiden. Zur Seeseite war das Pachtgebiet durch seine Festungsanlagen und die vorhandenen Kriegsschiffe zwar gut geschützt, ein Landangriff stellte die Truppe aber vor große Probleme. Als Kiautschou am 1. August 1914 per kaiserlicher Verordnung in den Kriegszustand versetzt wurde, zog man alle verfügbaren deutschen Kräfte und eine Reihe Freiwilliger aus Ost- und Südasien zusammen und hatte über 4.000 Mann unter Waffen. Die blühende Kolonie war binnen kurzer Zeit in ein großes Heerlager verwandelt worden. Trotz der großen Anstrengungen, um Kiautschou wehrfähig zu machen, war die Lage völlig hoffnungslos. Den etwas über 4000 Verteidigern standen die durch die Royal Navy unterstützte japanische Flotte und eine zusammengezogene Landmacht von über 60.000 Soldaten (hauptsächlich Japaner, unterstützt von je einem Batallionen Briten und Inder) gegenüber, gegen die sie die einzige umkämpfte deutsche Festung im Ersten Weltkrieg verteidigen mussten.

 

Die Kampfhandlungen

 

Die erste Landungswelle der Invasoren betrat am 2. September chinesischen Boden. Mit ihr wurden 2.000 Engländer und 2.300 Japaner an der Küste der Provinz Schantung abgesetzt, mit dem Auftrag, eine Landfront aufzustellen. Nach und nach wurden nun immer mehr Truppen angelandet, um die Deutschen mit zwingender Überlegenheit an Mensch und Material aus der Festung zu treiben. Der Vormarsch verlief aufgrund der schlechten Wetterbedingungen sehr schleppend, trotzdem konnten die Japaner in fortgesetzten Gefechten mit vorgeschobenen Sicherungstruppen den Einschließring immer enger ziehen. Am 26. September standen sie vor der ersten deutschen Verteidigungslinie. Rollende Sturmangriffe begannen nun auf die Festungsanlagen, doch die Verteidiger leisteten erbitterten Widerstand und brachten den japanischen Truppen schwere Verluste bei. Am 29. Oktober begann ein fast neun Tage andauerndes Artilleriefeuer von Land und See auf die deutschen Stellungen, daß die deutschen Geschütze weitgehend zum Schweigen brachte und von Fliegern hervorragend koordiniert wurde. Die endgültige Entscheidung fiel in der Nacht vom 6. auf den 7. November, als die ersten Japaner in das Innere der Festung eindringen konnten. Fast alle Munition war nun verschossen, und die Deutschen und Österreicher begannen mit der Selbstversenkung ihrer Schiffe und der Zerstörung der übriggebliebenen Verteidigungsanlagen. Somit kapitulierte die Festung am 7. November ehrenvoll, und die Besatzung ging komplett in japanische Kriegsgefangenschaft, in der sie im allgemeinen korrekt und höflich behandelt wurde. Die Verluste bei den Kämpfen um Tsingtao und Umgebung betrugen auf deutscher Seite 199 Tote und 500 Verwundete, die Japaner hatten 1.800 Gefallene oder Verwundete zu beklagen. Kiautschou blieb vorerst in japanischer Hand und wurde, trotz Abtretung an Japan durch den Versailler Vertrag, nach Protesten 1922 wieder an China zurückgegeben.

 

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